Padre Franz Windischhofer zu Besuch in unserer Pfarrei

(Foto: Padre Franz Windischhofer)
(Foto: Padre Franz Windischhofer)

Feldkirchen/Mitterfelden. - Der aus Königswiesen stammende Priester Franz Windischhofer lebt und wirkt seit 1980 mit einer kurzen Unterbrechung als Missionar in Peru. Bereits im Jahr 2010 weilte er auf Einladung des Weltladens in der Gemeinde Ainring. 

Wir freuen uns, nach acht Jahren Padre Franz Windischhofer wieder inMitterfelden willkommen heißen zu dürfen.


Bei den Heiligen Messen in der Marienkirche und im Pfarrzentrum „St. Severin“ wird er über seine Tätigkeit in dem Andenland berichten und die Kollekte ist für seine seelsorgliche und vielfache soziale Arbeit.

Der Weltpriester Franz Windischhofer, den man in Peru „Padre“ nennt ist im oberösterreichischen Königsweisen aufgewachsen. Die Leiterin des Weltladen Mitterfelden „Fair miteinander“ Rosi Pscheidl sagte der Heimatzeitung: „Er ist langjähriger Freund unserer Familie, er war als ich Kind war in meiner Heimatstadt Steyregg (Oberösterreich) Kaplan solange kennen wir uns schon und sind immer in Verbindung geblieben mit ihm, vor allen Dingen über meine Schwester.“

Seit 1980 mit 11monatiger Unterbrechung wegen eines Terroranschlags lebt er in der Kälte der Anden und betreut die Menschen nicht nur seelsorglich, sondern vielfach auch sozial. Als Seelsorger betreut Padre Franz, 60 kleine, weit auseinanderliegende Dörfer auf einer Seehöhe zwischen 2.500 und 5.000 Metern Seehöhe und einer Größe wie das Bundesland Salzburg. Die Menschen leben in erster Linie von der Viehzucht (Alpakas, Lamas, Schafe und Kühe).

 

Für Ihn ist die Hilfe zur Selbsthilfe besonders wichtig, aber als Priester kümmert er sich auch um die Evangelisierung und Ausbildung von Katechisten. Er übernimmt oft die Kosten für Behandlung und Transport für Kranke oder Verletzte und achtete hier nicht auf die Religionszugehörigkeit.

(Foto: Padre Franz Windischhofer)
(Foto: Padre Franz Windischhofer)

Aus den Spendengeldern wird in vielen Dörfern für Kinder ein Frühstück angeboten. Die Armut ist groß und deshalb gibt es in einigen Orten die Ausspeisung von alten und kranken Menschen. Geldspenden ermöglichten den Bau von Internaten. Gewächshäuser stehen auf 3.500 Meter Seehöhe, hier werden die Menschen geschult Gemüse für den Eigengebrauch anzubauen und richtig zu pflegen. Es wird versucht durch Hydrokulturen Futterpflanzen für die Zucht von Meerschweinchen und Kaninchen zu ziehen, die ein gutes Essen bedeuten. Windischhofer kauft Handarbeiten von Frauen auf und schickt diese nach Österreich und Deutschland, die bei diversen Märkten verkauft werden und damit wiederum Frauenprojekte fördern. Dem Priester ist die Bildung der Jugend als Investition in die Zukunft wichtig. So erhalten Studenten Stipendien, weiters werden Nähkurse, Computerkurse, Elternschulen, Erziehungs- und Gesundheitsschulungen und Bibelrunden angeboten.

Am Sonntag, 14. Oktober um 8.30 Uhr in der Marienkirche sowie um 10 Uhr im Pfarrzentrum „St. Severin“ hälter Padre Franz Windischhofer zusammen mit Pfarrer Wernher Bien die Gottesdienste und wird in seiner Ansprache über die Tätigkeit in Peru berichten. Die Kollekte ist für den Gast aus Peru bestimmt, und die Gläubigen werden gebeten ihr Opfergeld zu erhöhen. Im Pfarrzentrum findet nach der Hl. Messe ein Stehempfang statt, zum Kennenlernen, Austauschen und Fragen zu stellen, schon wie vor acht Jahren. Über sein Wirken im Hochland von Peru zeigt der Gast einen Film.

(Text: -pi)